Gegensprechanlage

Bei der Gegensprechanlage wird Sprache, ähnlich dem Prinzip des Telefons, mit elektrischen Signalen übertragen. Dafür ist es nicht unbedingt nötig, den Hörer abzunehmen, sie kann auch als Freisprecheinrichtung genutzt werden. Gegensprechanlagen finden nicht nur an Haustüren Verwendung, auch in Motorradhelmen und überhaupt überall da, wo sie Sicherheit gewährleisten sollen.

Oft regelt eine Zentraleinrichtung den Sprechverkehr mit verschiedenen Endgeräten. Erfunden haben sie die Skandinavier, um die Kosten für innerbetriebliche Telefongespräche zu umgehen. Für den Hausgebrauch gab es sie damals aber schon lange, konzipiert vor allem zum Informationsaustausch mit dem Küchenpersonal.

Im Gegensatz zur Wechselsprechanlage kann bei Gegensprechanlagen an beiden Enden gleichzeitig gesprochen werden, ohne dass zu diesem Zweck umgeschaltet werden müsste. Ein Problem der Gegensprechanlage der ersten Jahre war der Lautstärkeverlust.

Erst in den 1950er Jahren kam die sprachgesteuerte Gegensprechanlage in Gebrauch. Dabei erkennt eine Sprachwaage, auf welcher Seite gesprochen wird und schaltet die Gegenrichtung zum Hören frei. Derjenige, der lauter spricht, zwingt den anderen automatisch zum Zuhören. Moderne Sprechanlagen übertragen nicht nur Sprachsignale, sondern auch Daten und Informationen.Sie sind unverzichtbar in Räumen, die von der Außenwelt abgetrennt sind, finden Verwendung bei der industriellen Produktion wie auch bei Notrufstellen.

Seit 1950 gibt es die sprachgesteuerte Gegensprechanlage

Seit 1950 gibt es die sprachgesteuerte Gegensprechanlage

Die neuzeitliche Sprachwaage tut ihren Dienst auch in einer lauten oder schwierigen Umgebung, die Verbindung halten die einzelnen Stellen, an denen gesprochen werden soll, mithilfe von Kupferkabeln oder Lichtwellenleitern, IP-Netzen oder per Funk. Die Gegensprechanlage im Leitstand ist mit dem Videosystem verbunden, dem Telefonnetz, Personensuchanlagen oder der Befehlszentrale des Gebäudemanagements.

Die Veranstaltungstechnik nutzt Sendeempfänger mit Headsets, die mit einer telefonähnlichen Ruf- und Sprechfunktion ausgestattet sind. An stattlichen Wohnhäusern findet sich die Gegensprechanlage dem Haus vorgelagert. Eine solche Gegensprech- oder Türsprechanlage ist meist mit einem Bildtelefon ausgestattet, damit man sich von der Identität des Anrufers mit eigenen Augen überzeugen kann.

Zudem lässt sich auf diese Weise meist auch ausmachen, ob er vielleicht noch weitere Gäste mitgebracht hat. Diese Art der Zugangskontrolle ist freilich auch ohne die Einrichtung eines Bildtelefons möglich. Im Zweifelsfall muss sich der Einlass Begehrende durch die Eingabe seines persönlichen Codes zu erkennen geben. Sprechanlagen funktionieren auch recht gut mit Schiebetüren.

Im Eingangsbereich sind neben der Gegensprechanlage auch Video-Überwachungssysteme üblich, die zeigen, wer sich vor der Tür gerade herumtreibt.

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